Wer glaubt, dass sich „unsere Jugend“ nur noch im warmen Zimmer hinter seinem Computer verkriecht, der konnte sich am heutigen Sonntag im Sportzentrum Ramstein bei den Jugendfeuerwehren eines Besseren belehren lassen.

Bei strömendem Regen und stürmischem Wind stellten sich mehrere Jugendfeuerwehren aus dem Landkreis Kaiserslautern den Prüfungen zum Erwerb der Leistungsspange der Deutschen Jugendfeuerwehr. Jede Gruppe bestand aus neun Jugendlichen und musste einen Staffellauf über 1.500 Meter in weniger als 4 Minuten und 10 Sekunden absolvieren. Beim Kugelstoßen galt es, gemeinsam eine Gesamtweite von mindestens 55 Metern zu erreichen. Darüber hinaus mussten acht Feuerwehrschläuche innerhalb von weniger als 75 Sekunden zu einer Schlauchleitung verlegt werden, ohne dass sich ein Schlauch verdrehte. Bei einem schulmäßigen Löschangriff wurden die einzelnen Positionen ausgelost; anschließend musste die Gruppe den Ablauf möglichst fehlerfrei vorführen. Zum Abschluss beantworteten die Jugendlichen Fragen zu Feuerwehrthemen sowie zu Politik und Zeitgeschehen. Auch der Gesamteindruck der Gruppe floss in die Bewertung ein.

Am frühen Nachmittag konnten sich drei Gruppen über den erfolgreichen Erwerb der Leistungsspange freuen: die Gruppe aus Ramstein-Miesenbach sowie die gemeinsamen Gruppen aus Hochspeyer und Enkenbach-Alsenborn und aus Sulzbachtal und Niederkirchen-Schallodenbach.

Marc Lüdenbach als Abnahmeberechtigter der Jugendfeuerwehr Rheinland-Pfalz, der Erste Kreisbeigeordnete Jan Schneider, Ramsteins Bürgermeister Ralf Hechler, der Brand- und Katastrophenschutzinspekteur Michael Herfurt sowie Kreisjugendfeuerwehrwart Peter Szombach und die Jugendwarte überreichten die Auszeichnungen und steckten die Leistungsspange den sichtlich stolzen Jugendlichen an ihre Uniformen.

Alle Anwesenden waren sich einig: Die Feuerwehren im Landkreis können stolz auf die Leistungen ihrer Jugendlichen sein.