Leistungsspange 2022

Leistungsspange 2022

Üben lohnt sich. Auch im strömenden Regen und in der Dunkelheit nur mit der Beleuchtung von Taschenlampen. Das konnten die Leistungsspangengruppe der Jugendfeuerwehr Ramstein-Miesenbach bei den Vorbereitungen zur diesjährigen Abnahme der Leistungsspange der deutschen Jugendfeuerwehr erfahren.

Für diese Gruppenleistung müssen die neun Teilnehmer zusammen verschiedene Aufgaben erfüllen. Die Schnelligkeitsübung, bei der acht C-Schläuche umdrehungsfrei zu einer langen Schlauchleitung verlegt werden mussten, funktionierte nach einigen Versuchen ganz gut. Die vorgegebene Zeit von maximal 75 Sekunden konnte hier meist problemlos erreicht werden. Auch beim Kugelstoßen erreichten die Teilnehmer die Gesamtweite von 55 Metern. Etwas anders sah es da schon beim Staffellauf aus. Die Gruppe musste das Staffelholz über eine Strecke von 1.500 Metern in maximal 4:10 Minuten bringen. Durch variieren der Distanzen der einzelnen Läufer wurde das Ergebnis immer besser. Dennoch selbst am letzten Übungsabend lag man immer noch über der Vorgabezeit.

Dann kam der große Tag der Abnahme. Neben drei Gruppen war auch der stellvertretende Landesjugendfeuerwehrwart Jörg Michel und der Kreisjugendfeuerwehrwart Peter Szombach zur Abnahme ans Sportzentrum in Ramstein angereist. Wegen des starken Regens musste die Abnahme mehrmals nach hinten verschoben werden. Mit der Fragenbeantwortung aus den Bereichen Feuerwehr, Politik, Allgemeinwissen und Zeitgeschehen starteten die Gruppen. Hier konnten durchweg gute Ergebnisse erzielt werden.

Auch bei dem schulmäßigen Vortragen eines Löschangriffs gab es für die Wertungsrichter kaum Beanstandungen. Trieben die Teilnehmer aus Ramstein ihre Betreuer beim Üben durch leichtsinnige Fehler oft an den Rand der Verzweiflung wurde bei der Abnahme eine einwandfreie Leistung präsentiert. Dafür üben wir. Wenn es darauf ankommt, wird die erforderliche Leistung abgerufen – egal ob bei der Jugendfeuerwehr oder später dann in der aktiven Wehr.

Das bereits erwähnte Kugelstoßen und die Schlauchstaffel liefen problemlos. Als letztes stand dann noch der Staffellauf an. Die „Angstdisziplin“ unserer Jugendfeuerwehr. Konnten sie es heute schaffen und die 4:10 Minuten knacken? Zwar hatte man bei den vorangegangenen Disziplinen und dem, an jeder Station bewerteten, Gesamteindruck der Gruppe bereits genügend Punkte gesammelt um im Falle eines Falles diese letzte Disziplin am gleichen Tag noch einmal wiederholen zu dürfen – doch wer will das schon. Noch einmal wurde sich angefeuert dann ging jeder auf seinen Startplatz. Das Kommando zum Starten kam und dann ging es im wahrsten Sinne des Wortes „Ab wie die Feuerwehr“. Nach – für unsere Verhältnisse – rekordverdächtigen 4:03 brachte die letzte Läuferin das Staffelholz über die Ziellinie. Die Gruppe hatte ihre Leistungsspange bestanden. Die Freude war groß.

Da bereits zwei Jugendfeuerwehrleute im Besitz derselben waren und vier Teilnehmer noch nicht das erforderliche Alter hatten, wurde die Leistungsspange nur an drei Gruppenteilnehmer überreicht. So  ist das eben. Daraus ergibt sich nun für diese die Verpflichtung im nächsten Jahr ihre jüngeren Kameraden bei „ihrer“ Leistungsspange zu unterstützen. Genau so wie diese für sie ihre volle Leistung eingebracht haben. Das Zeigt, dass Feuerwehr niemand alleine ist und nur gemeinsam ein Ziel erreicht werden kann.

Wenn auch Du Teil unserer starken Gemeinschaft sein möchtest, dann komme doch einfach einmal montags zwischen 18:00 und 20:00 Uhr zur Feuerwache nach Ramstein und informiere Dich ganz unverbindlich was unsere Jugendfeuerwehr noch so alles zu bieten hat. Du wirst überrascht sein.

Feuerwehr übt bei Fa. Rettenmeier

Feuerwehr übt bei Fa. Rettenmeier

Die Anforderungen, die an die Mitglieder einer modernen Feuerwehr gestellt werden, wachsen von Jahr zu Jahr. Um von den technischen Entwicklungen nicht abgehängt zu werden und im Einsatzfall optimal Hilfe leisten zu können, ist eine regelmäßige Ausbildung unabdingbar. So auch in der Feuerwehr Ramstein-Miesenbach.

Jeden Freitag Abend treffen sich die Feuerwehrleute. Im Laufe der Woche hat sich jeder in eines der angebotenen Ausbildungsthemen über sein Handy eingebucht. Jeder weiß auf was es ankommt und wo er selbst noch Nachholbedarf hat. Durch diese Stationsausbildung ist eine Abwechslungsreiche und effektive Ausbildung gewährleistet. Zudem finden Übungsabende statt, in dem das so erlernte, in größeren Übungen umgesetzt wird.

Hier wird neben den technischen Fähigkeiten auch das Zusammenspiel einzelner Fahrzeuge und Einheiten im Einsatzfall geübt. Zudem finden solche Übungen meist nicht in der Feuerwache, sondern an einem Übungsobjekt im Ausrückebereich der Wehr statt. Letzten Freitag war es wieder einmal so weit. Eine Zugübung auf dem Gelände der Firma Rettenmeier stand auf dem Ausbildungsplan.

Auf dem weitläufigen Gelände konnten gleich drei Szenarien geübt werden. Ganz dem jeweiligen Ausbildungsstand entsprechend. Beim ersten Szenario wurde ein Brand in einem Serverraum angenommen. In dem verrauchten Raum wurde zudem eine Person vermisst. Also ein ganz normaler Brandeinsatz. Der Angriffstrupp ging unter Atemschutz in das Gebäude vor und konnte so schließlich die Person finden und in Sicherheit bringen.

Beim zweiten Szenario ging man davon aus, dass auf einem Hochsilo ein Arbeiter verunglückt sei. Ein Trupp wurde zur Erstversorgung mit der Drehleiter zur verletzten Person gebracht. In dieser Zeit bereitete sich das Team der Absturzsicherung auf die Rettung der Person mittels Schleifkorbtrage vor. Auch dieser Einsatz konnte schnell abgearbeitet werden. Das, in den vorangegangenen Übungsabenden erlernte, konnte hier sicher angewandt werden.

Das Übungsziel der Dritten Einheit war das Herstellen einer Wasserversorgung aus einem Wasserbecken sowie das Verlegen einer Schlauchleitung zur anschließenden Brandbekämpfung. Hier zeigte sich, dass man es auf einem gepflasterten und ebenen Übungshof doch um einiges einfacher hat wie auf fremden Terain. So musste die Pumpe mit viel Manpower über vorhandene Versorgungsleitungen der Fa. Rettenmeier gehoben werden um an den Löschteich zu gelangen. Doch im Team war auch das möglich. Alles Andere war auch hier zum Großteil das Umsetzen von bereits eingeübten. Doch wie bei jeder Übung bleiben neue Erkenntnisse hängen die man dann im Ernstfall anwenden kann. Genau dafür übt die Feuerwehr.

Nach der Übung wurden die Fahrzeuge wieder einsatzklar gemacht. Schläuche wurden ausgetauscht, Leinen zum trocknen aufgehängt und Atemschutzgeräte überprüft. Bei der Abschließenden Übungsbesprechung erhielt jeder noch einmal einen Überblick darüber, was die einzelnen Gruppen gemacht hatten. Was gut gelaufen? Wo kann man noch optimieren? Jeder Teilnehmer konnte hier sein eigenes, persönliches Fazit ziehen.

Vielen Dank an dieser Stelle an die Fa. Rettenmeier die das Übungsgelände zur Verfügung gestellt hat. Damit hat sie auch einen Beitrag dazu geleistet, dass sich die Feuerwehr bei einem echten Einsatz besser auf dem großen Gelände zurechtfinden wird.

Wer mit uns üben möchte, oder sich nur einmal einen Überblick über die Tätigkeit seiner Feuerwehr verschaffen möchte, ist jeden Freitag von 20:00 - 22:00 Uhr in der Feuerwache Ramstein herzlich willkommen.

Rückblick Tag der offenen Tür 2022

Rückblick Tag der offenen Tür 2022

Etliche Löschversuche mit dem Feuerlöscher und verschiedenen Strahlrohren, gleich zwei kleingeschnittene Fahrzeuge und viele zufriedene Gesichter. Das ist das Ergebnis eines abwechslungsreichen und informativen Tags der offenen Tür bei der Feuerwehr in Ramstein.

Nach zwei Jahren Corona-Zwangspause war es bei strahlendem Sonnenschein endlich wieder einmal so weit. Die Feuerwache Ramstein öffnete ihre Türen und Tore für die Bevölkerung. Das Interesse an dem Aktionstag der unter dem Motto „Feuerwehr zum Anfassen“ stand war groß. Und für jeden war etwas dabei. Die Jüngsten konnten erste Löschversuche an einem „brennenten Haus“ unternehmen. Mit Kübelspritze und viel Spaß ging es dem Feuer, unter fachkundiger Anleitung der Jugendfeuerwehr, an den Kragen. Toben konnte man in einer Luftkissenburg.

Einmal sich mit Schere und Spreizer an einem Auto versuchen, ein brennendes Feuer mit einem Feuerlöscher zu löschen oder mit einem Strahlrohr gegen ein Feuer und die Kräfte des Wasserdrucks ankämpfen. Das konnten die Erwachsenen Besucher einmal selbst ausprobieren.

Rund um die Feuerwache gab es noch mehr zu entdecken. Die Fahrzeugausstellung zeigte das ganze Spektrum einer modernen Wehr. Auch die Flugplatzfeuerwehr war mit einem Fahrzeug vertreten. Die Drohneneinheit stellte ihre Ausrüstung und Geräte vor und bei interessanten Führungen konnte man einmal einen Blick hinter die Kulissen werfen und sich über den Alltag der freiwilligen Feuerwehr informieren.

Einen Blick auf Ramstein von oben konnten die glücklichen Gewinner einer Verlosung werfen. Der Blick aus der 30 Meter Leiter war Erlebnis. Hier zeigte sich, dass die Feuerwehr, selbst an einem Tag an dem jeden helfende Hand benötigt wird, immer noch einen extra Service bieten kann. So war es nur selbstverständlich, dass selbst Rollstuhlfahrer an allen Aktionen teilnehmen konnten. Sei es die Teilnahme an der Drehleiterfahrt oder einer Fahrt im Einsatzfahrzeug. Viele helfende Hände sorgten hier für einen barrierefreies Erlebnis.

Auch das leibliche Wohl kam nicht zu kurz. Ob leckeren Spießbraten zum Mittagessen, knackige Pommes oder die Bratwurst für zwischendurch und natürlich ein riesiges Kuchenbuffet für die Naschkatzen – für jeden war etwas dabei. Ein Dank sei hier an alle fleißigen Kuchenbäckerinnen gerichtet. Ebenfalls an die Feuerwehreinheit Niedermohr die an den Getränken für einen reibungslosen Ablauf sorgten.
So ist es eben bei der Feuerwehr: Eine gute Organisation, viele helfende Hände und dabei noch Spaß an dem was man tut.

So ein Tag der offenen Tür wird nicht aus Lust an der Arbeit durchgeführt. Man will sich darstellen und so vielleicht neue Mitglieder gewinnen. Und vielleicht haben wir ja bei dem Einen oder Anderen Interesse an unserer Einheit geweckt. Wir sind gespannt ob wir beim Übungsabend der Jugendfeuerwehr – montags von 18:00 bis 20:00 Uhr oder bei unseren aktiven Wehren in Niedermohr (montags von 19:30 bis 21:00 Uhr) und Ramstein (freitags von 20:00-22:00 Uhr) ein paar neue Gesichter begrüßen dürfen. Es würde uns sehr freuen.

Jugendfeuerwehr rettet Fische vorm Ertrinken

Jugendfeuerwehr rettet Fische vorm Ertrinken

Dem Hilferuf des Westricher Angelsportvereins Ramstein ist die Jugendfeuerwehr an ihrem Übungsabend gefolgt. Aufgrund der lange anhaltenden Trockenheit drohte der Weiher auf dem Vereinsgelände in der Schwennerbach umzukippen. Das heißt aufgrund fehlender Sauerstoffzufuhr durch Regen drohten die Fische im Wasser zu ersticken. Mit vier Pumpen konnte die Jugendfeuerwehr mit ihrem Betreuerteam hier Hilfe leisten. So konnte das bisher immer auf dem Übungshof erlernte endlich einmal in der Praxis ausprobiert werden. Saugleitungen wurden gekuppelt, Schläuche gerollt und Behelfswasserwerfer gebaut. Natürlich durfte jeder auch mal ans Strahlrohr um den Fischen mal so richtig die Haare zu waschen. Ein lehrreicher Übungsabend und eine gute Tat – Was will man mehr.

Weitere Infos zur Jugendfeuerwehr gibt es am 4. September beim Tag der offenen Tür oder immer montags zwischen 18:00 und 20:00 Uhr an der Feuerwache Ramstein.