Truppmannlehrgang Teil1 – 2022

Truppmannlehrgang Teil1 – 2022

Kann man auch in Coronazeiten einen Kreislehrgang sicher durchführen? Man kann!
Das zeigte sich auf dem Truppmannlehrgang Teil 1 der, wie in schon vielen Jahren zuvor, an den sechs Samstagen zwischen Fasching und Ostern in der Feuerwache Ramstein durchgeführt wurde. Natürlich sind in besonderen Zeiten auch besondere Maßnahmen zu ergreifen, will man mit einer Ausbildungsveranstaltung nicht das Coronavirus an alle teilnehmenden Wehren verbreiten. So mussten alle Teilnehmer geimpft sein, wärend der Ausbildung Maske tragen und sich jeden Morgen einem Test in der Feuerwache unterziehen. Dass diese Maßnahmen nicht überzogen waren zeigte sich daran, dass bei einigen Teilnehmern noch vor Lehrgangsbeginn ein positives Testergebnis vorlag. Eine Teilnahme war so nicht möglich. Der versäumte Tag muss nachgeholt werden.
Für alle Anderen stand dann das kleine 1x1 der Feuerwehr auf dem Stundenplan. Rechtsgrundlagen und theoretische Inhalte wechselten sich ab mit praktischen Einweisungen in die große Palette der Feuerwehrgeräte. Ob Löscheinsätze oder technische Hilfeleistung, die Absicherung einer Einsatzstelle oder der Aufbau eines Schaumangriffs, die Ausbildungsinhalte sind vielfältig und werden durch den Lehrplan des Landes Rheinland-Pfalz vorgegeben. Am letzten Lehrgangstag musste dann eine theoretische und praktische Prüfung abgelegt werden die von allen Teilnehmern bestanden wurde. Zurück in ihren Wehren beginnt jetzt für die Teilnehmer der Teil 2 der Truppmannausbildung in dem die erworbenen Grundkenntnisse vertieft werden um dann, als gut ausgebildete Feuerwehrmänner und -frauen, den täglichen Aufgaben der freiwilligen Feuerwehr gewachsen zu sein.
Wir wünschen hier allen Teilnehmern für die Zukunft viel Erfolg und stehts eine gesunde Rückkehr aus ihren Einsätzen.

078 – 10.04.2022 – Verkehrsunfall A6/A62

078 – 10.04.2022 – Verkehrsunfall A6/A62

Datum: 10.04.2022

Alarmzeit: : 2:33

Einsatzort: Autobahnkreuz A6 / A62

Einsatznummer: 078

Einsatzbericht:

Szenen wie aus einem schlechten Actionfilm boten sich der Freiwilligen Feuerwehr Ramstein-Miesenbach bei einem schweren Verkehrsunfall am Autobahnkreuz Ramstein.
Ein PKW durchbrach wohl mit überhöhter Geschwindigkeit die Leitplanken und überschlug sich mehrfach bevor er auf der Überleitung zur A6 auf dem Dach zum Liegen kam. Die zum Teil schwer verletzten Fahrzeuginsassen wurden dabei aus dem Fahrzeug geschleudert. Sie wurden von der Feuerwehr bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes erstversorgt und dann an diesen übergebeben. Anschließend wurde die Einsatzstelle für die Unfallaufnahme des Gutachters ausgeleuchtet und die Fahrbahn gereinigt. Nach Einsätzen in der Nacht von Donnerstag
auf Freitag und Einsätzen wegen des Schneechaoses in der Nacht zum Samstag ist das nun die dritte Nacht in Folge in der die Wehrleute für die Allgemeinheit unterwegs waren.

Ausgerückte Fahrzeuge:

Feuerwehreinsatzzentrale

Feuerwehreinsatzzentrale

Ramstein 46-1

Florian Ramstein 1/46/1

Ramstein 11-1

Florian Ramstein 1/11/1

Florian Ramstein 1/45/1

Florian Ramstein 1/25/1

Fünf Einsätze an diesem Sonntag

Zu gleich fünf Einsätzen wurde die Feuerwehr der Verbandsgemeinde Ramstein-Miesenbach an diesem Sonntag alarmiert. Bereits in der Nacht wurden die Feuerwehrleute zu einem überschlagenen PKW auf die Autobahn gerufen. Glücklicherweise war dort nur die Einsatzstelle auszuleuchten und ausgelaufene Betriebsmittel zu binden. Am frühen Morgen wurde dann die Drehleiter zur Unterstützung der Polizei bei einer Beweisaufnahme eines tödlichen Verkehrsunfalls angefordert. Eine Notfalltüröffnung ließ das Mittagessen von einigen Wehrleuten kalt werden. Hinnehmbar, da bei der Türöffnung die Personen wohlauf vorgefunden wurden. Der schwerste Einsatz folgte am späten Nachmittag. Ein Motorradfahrer mit Beifahrer stieß frontal mit einem PKW zusammen. Mit zwei Rettungshubschraubern und einem Krankenwagen wurden die Verletzten auf verschiedene Krankenhäuser verteilt. Zeitgleich ging ein Alarm einer Brandmeldeanlage in einem Ramsteiner Lebensmittelmarkt ein. Dieser wurde parallel zu dem Motorradunfall abgearbeitet. Da fällt es kaum noch ins Gewicht, dass bei diesem Einsatz noch die Kopfplatzwunde eines gestürzten Fahrradfahrers erstversorgt werden musste.

11.2. Tag des Notrufs

11.2. Tag des Notrufs

Heute, am 11.2. ist der Tag des Notrufs. Braucht man so einen Tag? Eigentlich nicht. Wenn man die 112 wählt bekommt man schnelle und professionelle Hilfe. Das ist doch klar, funktioniert immer, ohne Abo und ist und ganz normal. Doch ist es das wirklich?

Was passiert eigentlich, wenn Sie in der Verbandsgemeinde Ramstein-Miesenbach die 112 wegen einem Feuer, Unfall oder einer sonstigen Notlage wählen? Sie erreichen die Integrierte Leitstelle im Gebäude der Berufsfeuerwehr Kaiserslautern. Diese nimmt ihren Notruf rund um die Uhr entgegen und alarmiert dann in unserem Beispiel die freiwillige Feuerwehr der Verbandsgemeinde Ramstein-Miesenbach. Die freiwilligen Helfer lassen dann für Sie alles stehen und liegen, fahren zur Feuerwache und rücken zu Ihnen aus. Nach spätestens acht Minuten trifft bei Ihnen das erste Fahrzeug ein. Zu dieser schnellen Hilfe können auch Sie einiges beitragen. Ist Ihre Hausnummer gut lesbar (auch nachts)? Haben Sie Ihr Auto so geparkt dass ein großes Feuerwehrfahrzeug problemlos durch die Straße fahren kann? Parken Sie auf einem Hydranten?

Gleiches zählt für Notrufe die Sie mit dem Handy von unterwegs absetzen. Auch hier erreichen Sie mit der 112 die nächstgelegene Leitstelle – Europaweit. Machen Sie hier genaue Angaben über den Ort der Einsatzstelle. Im Idealfall bleiben Sie vor Ort bis die Feuerwehr eingetroffen ist (dauert ja nicht lange) – oder sie bleiben zumindest für Rückfragen weiterhin telefonisch erreichbar.

Doch was ist, wenn durch längere Stromausfälle einmal das Telefonnetz nicht mehr funktioniert? Wie können Sie dann einen Notruf absetzen? In solch einem Fall fährt die Feuerwehr auch in ihrem Ort mit einem Fahrzeug einen zentralen Platz an. Dort können Sie uns ansprechen und wir leiten den Notruf per Funk weiter. Hilfe kommt.

Sollten wir Sie mit diesem Beitrag dazu angeregt haben sich einmal Gedanken über den Notruf 112 und alles was damit zusammen hängt zu machen dann haben wir unser Ziel und das Ziel des Tages des europaweiten Notrufs erreicht. Hoffen wir, dass Sie nie den Notruf 112 wählen müssen. Und wenn doch: Ihre freiwillige Feuerwehr der Verbandsgemeinde Ramstein-Miesenbach kommt dann wie gerufen.

2021 ist vorbei – Wir sind bereit für 2022

2021 ist vorbei – Wir sind bereit für 2022

2022 – Ein neues Jahr beginnt. Alle Einsatzzähler auf unserer Homepage und in unserer Verwaltungssoftware werden von 232 auf null zurück gesetzt.

232-mal wurden wir an die Feuerwache gerufen da unsere Hilfe benötigt wurde. 232-mal dieses Gefühl, wenn der Piepser geht und man aus irgendetwas herausgerissen wird. Umschalten von jetzt auf gleich. Die Ungewissheit was auf uns zu kommen wird. Mit der Alarmierung bekommt jeder von uns auch direkt erste grobe Informationen um was es geht, seit 2021 auch auf das Handy. Dort kann man sogar bestätigen ob man kommt, damit man schnellstmöglich sehen kann ob genügend Einsatzkräfte auf der Anfahrt sind oder ob nachalarmiert werden muss. Die Technik macht nicht halt. Sie entwickelt sich immer weiter. Und dennoch geht es immer um den Menschen der unsere Hilfe braucht.

Wie gesagt 232 mal im Jahr 2021. Vieles wird zur Routine. Zu einer ausgelösten Brandmeldeanlage müssen wir ausrücken wie zu einem bestätigen Vollbrand. Wir wissen ja nicht was auf uns zukommen wird. Das Hilfeleistungslöschfahrzeug HLF20, die Drehleiter, das Löschgruppenfahrzeug, der Einsatzleitwagen. Die Alarm- und Ausrückeordnung wird abgearbeitet und eingehalten. Die Zentrale wird besetzt. Der Rettungsdienst wird automatisch mit uns alarmiert und ist auch schon auf der Anfahrt. Dann vor Ort – Gott sei Dank – Fehlalarm. Der Angriffstrupp kann seine Maske und den Pressluftatmer ausziehen. Die Brandmeldeanlage wird zurückgesetzt und an den Betreiber übergeben. Der Rettungsdienst und alle weiteren anrückenden Fahrzeuge werden abbestellt. Wir fahren zurück zur Wache – der Einsatzbericht wird geschrieben, wird Statistik und schließlich ganz schnell vergessen. Ein Routineeinsatz eben.

Dann gibt es aber auch die Einsätze die länger in Erinnerung bleiben. Wohnungsbrände, Unfälle auf der Autobahn oder auf Landstraßen, Hubschrauberlandesicherung, das Aufgabengebiet der Feuerwehr ist riesig und immer mit Leid für die betroffenen Personen verbunden. Da ist es ein gutes Gefühl, wenn man sieht dass durch unsere Hilfe dieses Leid begrenzt und abgemildert werden konnte. Wenn nach einem Wohnhausbrand das Ausmaß auf das vorgefundene begrenzt werden konnte oder wenn bei einem Verkehrsunfall die verunfallte Person patientengerecht zusammen mit dem Rettungsdienst aus dem Fahrzeug befreit werden konnte. Wir kommen wie gerufen und helfen wo wir können. Auch unter den erschwerten Bedingungen der Corona-Zeit. Wir müssen uns anpassen, auf Übungen und Treffen verzichten oder mit reduzierten Fahrzeugbesatzung und FFP2-Masken nach den 2G-Regeln ausrücken.

Dann gibt es noch Einsätze, die werden einem immer in Erinnerung bleiben. Im Jahr 2021 dürften das wohl die Einsätze nach den Starkregenereignissen im Ahrtal gewesen sein. Dort waren auch Frauen und Männer unserer Wehren im Einsatz. Beim Fernmeldedienst des Katastrophenschutzes genauso wie Führungspersonal oder Feuerwehrleute die den Brandschutz vor Ort sicherstellten oder ihren Dienst in einem Infopoint versahen. Der Feuerwehrdienst erdet. Er zeigt einem was wirklich wichtig ist und dass Helfer, egal wo sie herkommen, alle irgendwie gleich gestrickt sind.

Jetzt stehen alle Zähler wieder auf Null. 2022 kann kommen und egal was es uns auch bringen mag – Ihre Feuerwehr der Verbandsgemeinde Ramstein-Miesenbach wird versuchen das Beste daraus zu machen.